Stadt im Wandel - Stadt der Ideen
Alles Fassade oder was ?
Ideenwettbewerb zur Bespielung des Grundstücks der ehemaligen Bauakademie in Berlin.
2. Platz
Auslober:
Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten
04. Februar bis 10. April 2010
AIT ArchitekturSalon Hamburg
Bei den Mühren 70
20457 Hamburg
BAUPLATZ WIRD SCHAUPLATZ
Die tragende Rückwand des SCHAUPLATZ zeigt die historische Ansicht der Bauakademie aus der Ferne. Die Fassade ist jedoch der Negativabdruck der Historie. Vorsprung wird Rücksprung. Aus der
Nähe verliert sich die historische Ansicht und es bleibt ein abstraktes Sichtbetonrelief.
Der Grundriss der ehemaligen Bauakademie bleibt in seiner Abmessung von 46 x 46 m erhalten. Die Höhe der Südfassade wird der Höhe der Originalfassade angepasst. Die Landschaftstreppe SCHAURAUM
zum zukünfigen Schinkelplatz überspannt den öffentlichen Raum, der Eventfläche für Performance oder Ausstellung bietet. Durch die Öffnungen der Südfassade dringt das Licht in den Raum auf der
Unterseite der Rampe. Die Oberseite wird Fläche zum Schauen, Träumen, Teilnehmen... Der Blick auf den Schinkelplatz macht diesen zur multifunktionalen Arena für Sommertheater oder Kunst im
öffentlichen Raum. Im Blickfeld der Schautreppe liegen ebenfalls die Museumsinsel und der Berliner Dom. Der Kupfergraben lässt Reflektionen zu, die die Lust am Verweilen intensivieren. Die
Plattformen auf der Landschaftstreppe bilden Inseln im Stadtraum. Die Oberflächen der “Inseln” sind mit natürlichen Materialien belegt, wie Holz oder Rasen. Der obere Abschluß der Treppenanlage
ist eine Brüstung, die den Blick auf die Neuinterpretation der ehemaligen Bauakademiefassade freigibt. Diese ist, wie die komplette SCHAURAUM- Anlage, aus weißem Sichtbeton. Ausgenommen hiervon
sind lediglich die erwähnten “Inseln”. Fußläufig bleiben die vorhandenen Zuwegungen erhalten. Diese ermöglichen ein Begehen des gesamten Areals zwischen “Unter den Linden” und “Werderscher
Markt”. Die Unterwasserstraße bildet die Flankiermöglichkeit mit dem Blick in Richtung Alexanderplatz und Fernsehturm.
Auszug aus dem Juryprotokoll
...Die kräftige Form und Funktion an dieser Stelle setzt bildlich und real neue Horizonte...Der Entwurf kann zu einem Anziehungspunkt, einem weiteren Icon in der Stadtlandschaft Berlins werden. Als kraftvolles Möbelstück entsteht aus dem Gebäude Landschaft mit öffentlicher Nutzbarkeit. Als Gegenvorschlag zu einem Gebäude setzt es auf die vielfältigen Bespielungsmöglichkeiten des entstehenden überdeckten Außenraumes, der Freitreppe selbst und dessen vorgelagerter Freifläche...